Um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu steigern, hat die Bundesregierung die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet. Koordiniert wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Beteiligt sind außerdem u. a. das Auswärtige Amt, das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Zusammenarbeit der Ministerien soll gewährleisten, dass sich die Zuständigkeiten einzelner Ressorts - zum Beispiel für Urheberrecht, Steuern oder soziale Sicherung - im Sinne der gemeinsamen Sache verbinden. Die Umsetzung der Initiative wird von den Bundesländern, den Verbänden und zahlreichen einzelnen Akteuren unterstützt.

Die Umsetzung

Ein zentrales Element der Initiative ist das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Damit gibt es für den Wirtschaftszweig auf Bundesebene erstmalig eine eigene Plattform. Das Kompetenzzentrum wird mit seinen vielfältigen Angeboten seine Impulsfunktion für die Leitthemen der Kultur- und Kreativwirtschaft weiter ausbauen.

Das Internetportal der Initiative bietet darüber hinaus Freiberuflern und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft Informationen zu Wirtschafts- und Rechtsfragen, zeigt Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten auf und informiert über aktuelle Ausschreibungen.

Branchenhearings und -gespräche mit den relevanten Akteuren, das jährliche Monitoring zur Branchenentwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie der Wettbewerb "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland", mit dem besonders kreative und innovative Geschäftsideen ausgezeichnet werden, sind weitere Maßnahmen mit denen die Initiative ihr Ziel, der Branche "Gewicht und Gewicht" zu geben, verfolgt.

Neue Impulse auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene

Mittlerweile nimmt die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft im öffentlichen Diskurs einen immer größeren Raum ein und schlägt sich auch auf politischer Ebene nieder. Bund und Ländern ist es in den vergangenen Jahren gemeinsam gelungen, eine einheitliche Definition der Kultur- und Kreativwirtschaft auf den Weg zu bringen. Die übergeordnete Bedeutung der Branche wurde nachgewiesen und erfolgreiche Impulse wurden gesetzt: Auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene sind Initiativen, Programme und spezielle Angebote für die Kultur- und Kreativbranche entstanden.

Auch die Europäische Kommission widmete sich in ihrem im Jahr 2010 vorgelegten "Europäischen Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit" erstmals ausführlich dem Thema Kultur- und Kreativwirtschaft und der bedeutenden Rolle der Branche für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung. In Anlehnung an den Bericht wurden verschiedene Aktionen auf europäischer Ebene angestoßen, u.a. vom Europäischen Rat, dem Europäischen Parlament und den Generaldirektionen Bildung und Kultur sowie Unternehmen und Industrie der EU-Kommission.