Virtual Reality System Allows Full-Body Interaction

© gettyimages.de/William Thomas Cain

In Berlin wurden die Ergebnisse der ersten bundesweiten Studie zur Games-Branche in Deutschland vorgestellt. Das Fazit der Autoren lautet: Die deutsche Games-Branche bietet ein starkes wirtschaftliches und kulturelles Potential, steht aber gleichzeitig vor großen Herausforderungen, sich auf dem international umkämpften Markt durchzusetzen. Der Umsatz der deutschen Games-Unternehmen lag 2015 mit 2,876 Milliarden Euro vor dem anderer Kultur- und Kreativbranchen wie der Musikindustrie (1,55 Milliarden Euro) oder dem Bereich Kinofilm (1,17 Milliarden Euro). Auch das notwendige fachliche Wissen und Können ist hierzulande vorhanden, um die Innovationsbranche weiter wachsen zu lassen: Aktuell gibt es rund 14.000 Beschäftigte in der deutschen Games-Branche; bis zu 600 Personen schließen jährlich einen spezifischen Studien- oder schulischen Ausbildungsgang mit Schwerpunkt Games-Entwicklung ab. Dennoch machen es zahlreiche wirtschaftliche und politische Herausforderungen deutschen Games-Akteuren zunehmend schwer, sich auf dem international hart umkämpften Markt behaupten zu können. Länder wie Kanada, Frankreich oder Großbritannien unterstützen die inländische Games-Produktion mit umfassenden Förderprogrammen. 

Die Erhebungen zur Studie „Die Computer- und Videospielindustrie in Deutschland. Daten - Fakten - Analysen“ wurden zwischen Januar und Mai 2017 durchgeführt. Gefördert und finanziert wird das Studienprojekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, der Senatskanzlei Berlin und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie den Verbänden der deutschen Games-Branche BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware und GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche.