Bundesweit: Neue Perspektiven für den Tanz
Alle zwei Jahre stellt die deutsche Tanzszene aktuelle Produktionen auf der "Tanzplattform Deutschland" vor. In diesem Jahr findet das international beachtete Treffen in Dresden-Hellerau statt. Kulturstaatsminister
Bernd Neumann hat es eröffnet. Mit der Forsythe Company, Constanza Macras/Dorky Park, Sasha Waltz & Guests sind einige der bedeutendsten Vertreter des deutschen Tanztheaters in Dresden-Hellerau zu Gast. In den kommenden Tagen werden sie und andere Kompanien im "Europäischen Zentrum der Künste" aktuelle Choreographien präsentieren.
Am 23. Februar hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann die "Tanzplattform Deutschland 2012" eröffnet. Dieses Forum sei ein "Spiegel der Vielseitigkeit der Handschriften im zeitgenössischen Tanz in Deutschland, aber auch Branchentreff und Kommunikationsort", erklärte Neumann. Dass die Tanzplattform in diesem Jahr in Hellerau stattfinde, bezeichnete Neumann als eine "gute und richtige Entscheidung". Hellerau sei heute eine Drehscheibe der internationalen Tanzszene und nach wie vor ein magischer Ort, an dem der Geist von Mary Wigman und Gret Palucca immer noch lebendig sei und Größen wie William Forsythe in seinen Bann ziehe, freute sich Neumann.
Die Tanzplattform versteht sich als Forum zur Präsentation aktueller Tendenzen im zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Sie zählt zu den wichtigsten Tanzveranstaltungen in Europa. Für die Tanzplattform 2012 hat die Jury zehn sehr unterschiedliche Choreografien eingeladen. Sie repräsentieren nahezu alle Stilrichtungen und Formate im zeitgenössischen deutschen Tanz. Zudem stellen sich erstmals zehn weitere Choreografen in einem "Pitching" vor. Die Mitveranstalter der Tanzplattform haben außerdem einige der wichtigsten, international renommierten Kompanien ausgewählt. Im Rahmenprogramm präsentiert die Tanzplattform als weiteres Element eine Premiere des Semperoper Balletts mit Choreografien von William Forsythe.
Der Bund fördert die Tanzplattformen seit 2004 mit je 90.000 Euro. Hinzu kommen 30.000 Euro von der Kulturstiftung des Bundes.