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8.6.2016

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Eröffnung des Kompetenzzentrums Kultur und Kreativwirtschaft des Bundes in Berlin

Der Kultur- und Kreativwirtschaft mehr Sichtbarkeit zu verleihen und durch Knowhow-Transfer und Vernetzung größeren Mehrwert für die Branche zu erzielen: Das steht im Fokus des neuen Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft. Rund 400 Gäste kamen zur Einweihungsfeier und dem Tag der offenen Tür am Dienstag, 7. Juni 2016, um sich über die

Arbeitsschwerpunkte persönlich zu informieren und an den eingerichteten Projektstationen die besonderen Potenziale der Kultur- und Kreativschaffenden zu erleben. Sigmar Gabriel nutzte seinen Besuch, um sich selbst einen Einblick in das Themen- und Aufgabenspektrum des Kompetenzzentrums zu verschaffen.

"Kultur- und Kreativwirtschaft gehört zu den spannendsten und wirkungsreichsten Branchen der deutschen Wirtschaft", erklärte Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, bei seinem Besuch im Kompetenzzentrum zur Einweihungsfeier. "Ihre Bedeutung wächst kontinuierlich und setzt wichtige Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft. Das wollen wir verstärken." Im Rahmen seines Besuches ließ sich Gabriel unterschiedliche Projekte von Kultur- und Kreativschaffenden präsentieren und führte ausführliche Gespräche mit den Machern: Unter anderem besuchte er den zum Fablab umgebauten Doppeldeckerbus der Projektschmiede endboss projects und ließ sich die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten demonstrieren. Anschließend unterhielt Gabriel

sich mit Christoph Brosius, Geschäftsführender Gesellschafter von Circumradius, über dessen Engagement im Rahmen seiner ehrenamtlichen Funktion als Fellow des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft. Dabei zeigte er sich von der vielseitigen Beteiligung und dem großen Netzwerk des Kompetenzzentrums beeindruckt und lobte sein Potenzial: "Das Besondere der Kultur- und Kreativwirtschaft ist der professionelle Einsatz von Innovation, Intuition und Imagination", betonte Gabriel: "Um an diesem Potenzial nah dran zu sein, haben wir mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ein ideales Netzwerk für die Kultur- und Kreativschaffenden eingerichtet: Wir wollen in Zukunft gemeinsam mehr mit den Kreativen denken und handeln." Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ist Teil der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Kultur- und Kreativwirtschaft bundesweit stärker in den Fokus zu rücken und der Branche dadurch größere Wettbewerbsfähigkeit zu verschaffen. 

Tag der offenen Tür und 100 Fellows des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

Im Rahmen der Einweihungsfeier öffneten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kompetenzzentrums auch ihre Türen für die zahlreich erschienenen Gäste und zeigten wesentliche Einblicke in die Arbeitsschwerpunkte 2016. Dazu gehören unter anderem die vielzähligen Veranstaltungen, die das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft in ganz Deutschland durchführt sowie Events, die in den eigenen Räumlichkeiten in der Jägerstraße 65 stattfinden werden. "Das Haus war in den 20er Jahren ein Varieté und damit auch damals schon ein Treffpunkt für Andersdenker und Kreative", erläutert Sylvia Hustedt, Leiterin des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft, zu den Veranstaltungsreihen. "Mit Formaten wie Kaminabend, kreativwirtschaftlicher Salon und Round Table möchten wir den Glanz dieser Zeit wieder aufnehmen und einen besonderen Raum für den Knowhow-Transfer und die branchenübergreifende Vernetzung schaffen." 

Um bundesweit agieren zu können, gehören zum Team des Kompetenzzentrums vier Transfermanager, die in den Arbeitsgebieten Innovation und Impuls, Gründung und Wachstum, Internationalisierung und Export und Kultur, Arbeit und Gesellschaft unterschiedliche professionelle Themenschwerpunkte setzen. "Die Transfermanager sind für die jeweiligen Arbeitsgebiete inhaltlich und themengebend zuständig und organisieren den Transfer zwischen den verschiedenen Stakeholdern und Zielgruppen", erläutert Sylvia Hustedt das Prinzip. "Unterstützt werden sie von den 100 Fellows, die uns als Radar der Radare auf regionaler Ebene unterstützen". Zur Einweihungsfeier wurden die ersten 50 Fellows in einem feierlichen Akt offiziell in ihr Amt berufen. Die Fellows unterstützen das Kompetenzzentrum als regionales und thematisches Akteurs-Netzwerk.

Der international renommierte Experte für Kultur- und Kreativwirtschaft, Michael Söndermann, unterstützt das Kompetenzzentrum mit seinen Analysen und bereichert so die gemeinsame Arbeit durch wissenschaftliche Kompetenz.