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Pressemitteilung
14.12.2012

Innovationsleistung der Kultur- und Kreativbranche unverzichtbar für die deutsche Wirtschaft

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, und der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, haben heute in Berlin die vierte Jahreskonferenz der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung eröffnet. Ziel der diesjährigen Konferenz unter dem Motto "Innovationen die begeistern" ist es, die aktuellen Innovationstrends der Kultur- und Kreativbranche aufzuzeigen. Die Prognos AG und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung Karlsruhe werden hierzu ihre neuesten Studienergebnisse vorstellen. Zudem wird die Bundesregierung gemeinsam mit den beteiligten Akteuren über die Fortschritte bei der Umsetzung der Initiative informieren. An der heutigen Konferenz nehmen rund 400 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik teil.

Bundesminister Rösler: "Die Kultur- und Kreativbranche ist zu einem wichtigen Impulsgeber für Innovationen am Standort Deutschland geworden. Durch ihre Innovationsleistung trägt die Branche in erheblichem Maße zur Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen bei. Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird immer bedeutsamer. Das spiegelt sich auch in der positiven Entwicklung von Umsatz, Bruttowertschöpfung und Beschäftigtenzahl wider. Neueste Forschungsergebnisse zur Kultur- und Kreativwirtschaft belegen, dass das Innovationspotenzial der Branche noch lange nicht ausgeschöpft ist. Eine verstärkte Einbindung von kreativen Köpfen in unternehmerische Prozesse erhöht die Wachstumschancen der deutschen Wirtschaft."

Kulturstaatsminister Neumann: "Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist angesichts ihrer Größe von 240.000 Unternehmen und einer Million Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und eine herausragende Zukunftsbranche. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit moderner Volkswirtschaften hat immer auch eine kulturelle Dimension, deren Bedeutung wir nicht unterschätzen dürfen. Durch Vernetzung und Vermittlung von Know-how werden Wirtschaft und Kultur zusammengebracht und die Produzenten künstlerischer und kultureller Werke bei der Vermarktung gestärkt. Dabei geht es nicht nur um eine Kommerzialisierung kreativer Arbeit, sondern insbesondere darum, dass Künstler und Kreative von ihrer Arbeit leben können."

Eines der zentralen Ergebnisse der neuen Studie der Prognos AG und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung Karlsruhe ist, dass die Zusammenarbeit anderer Wirtschaftszweige (z. B. Automobilindustrie) mit Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft besonders hohe Innovationseffekte auslöst. Die Studie sowie weitere Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft werden im Laufe des heutigen Tages auf der Internetseite der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung abrufbar sein.

Auf der Internetseite wird in Kürze außerdem auch der Monitoringbericht zu den wirtschaftlichen Kennzahlen der Branche und ihrer elf Teilmärkte für das Jahr 2011 zur Verfügung gestellt.