Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4
17.5.2010

Rückblick: Netzwerker.Treffen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein am 7. Mai 2010 im Medienbunker Hamburg

Marktplatz Kultur & Kreativwirtschaft - Netzwerker.Treffen am 7. Mai 2010 im Medienbunker Hamburg

"Jetzt werden die Ärmel aufgekrempelt", forderte Prof. Dr. Karin von Welck, Senatorin für Kultur, Sport und Medien Hamburg die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Marktplatzes Kultur & Kreativwirtschaft auf. Gemeinsam mit Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, Abteilungsleiterin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Stefanie Bechert, Leiterin des Kompetenzzentrums Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes, begrüßte sie am 7. Mai 2010 die rund 140 Vertreter der norddeutschen Kultur- und Kreativszene im Hamburger Medienbunker. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um das Angebot des Regionalbüros Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kennen zu lernen und über die Beratungs- und Vernetzungsangebote der verschiedenen Akteure in den drei Bundesländern zu diskutieren.

Regionalbüro Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein

Dass die Kultur- und Kreativszene in der Region bereits gut vernetzt sei, darauf wies Frank Lemloh, Ansprechpartner des neu eingerichteten Regionalbüros in seinem Vortrag hin. Wozu also dann noch ein Regionalbüro für die Kultur- und Kreativwirtschaft? "Es sind vor allem die wirtschaftlichen und unternehmerischen Fragen, die den Akteuren in der Szene Probleme bereiten und um die wir uns kümmern werden. Viele Kreative wissen einfach nicht, wie sie ihre Ideen, ihre Arbeit oder sich selbst vermarkten können. Das niedrige Einkommen gerade junger Künstler und Kulturschaffender ist nicht zuletzt auch Ausdruck für das Informationsdefizit in Sachen Ökonomie und Selbstvermarktung. Und daran möchte ich als regionaler Ansprechpartner der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung etwas ändern." Und zwar vor Ort, in Hamburg, Kiel, Rostock, Lübeck, Greifswald, Wismar oder auch Rendsburg - an den Standorten, wo sich die Kultur-  und Kreativszene trifft.

An festgelegten Sprechtagen oder auch je nach Terminvereinbarung wird Frank Lemloh Gründerinnen, Gründern genauso wie bereits beruflich Selbständigen Orientierung bieten und ihnen dabei helfen, nicht nur künstlerisch, sondern auch unternehmerisch Fuß zu fassen. Klar ist, dass er dabei eng mit den bestehenden Netzwerken arbeiten wird. Viele der Akteure kennt er bereits, schließlich ist er in der Kulturszene nicht neu. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften hat er ein Unternehmen als Internet-Dienstleister in der Musikwirtschaft und eine Agentur zur Konzeption für Kreativimmobilien, Quartiersmanagement und Stadtmarketing gegründet. Darüber hinaus engagierte er sich in einer Interessengemeinschaft für die Hamburger Musikwirtschaft.


Podiumsdiskussionen

Vernetzung wird in der Bundes-Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft großgeschrieben. In drei Podiumsdiskussionen hatten die Besucherinnen und Besucher der Regionalkonferenz daher Gelegenheit, mehr über die Erfahrung von Selbständigen, Beratern und Verbandsvertretern zu hören. Wie wichtig Beratung und Coaching für den erfolgreichen Start in die Selbständigkeit seien, betonte beispielsweise Magdalena Bösen von textouren. Sie bietet literarisch inszenierte Stadtführungen in Hamburg an und hatte ihre Beraterin von simply start gleich mitgebracht: Benina Ahrend und Clas Beese vom Gründungszentrum.garage! konnten denn auch über die besonderen Herausforderungen berichten, die insbesondere Kreative auf dem Weg in die berufliche Selbständigkeit meistern sollten. 

Dass in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft auch auf der landespolitischen Agenda steht, wurde in der darauf folgenden Diskussionsrunde deutlich. Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburger Kreativagentur, Guido Froese vom Nordkolleg Rendsburg und Sabine Matthiesen vom Filmbüro MV e.V. konnten sowohl auf neue Angebote als auch auf gut etablierte Strukturen und Angebote verweisen. Sie alle sind gut vertraut mit den Problemen, Wünschen und Bedürfnissen von Kreativen, wobei es naheliegend ist, dass es zwischen den verschiedenen Sparten große Unterschiede gibt. Das wurde in der dritten und letzten Diskussionsrunde deutlich, an der sich Dr. Jutta Hastenrath von Design in Lübeck e.V., Caroline Sassmannshausen und Alexander Pinto vom Dachverband Freier Theaterschaffender Hamburg e.V. und Dana Bauers von PopKW, Landesverband für populäre Musik & Kreativwirtschaft aus Rostock beteiligten.

Insgesamt haben alle drei Diskussionsrunden gezeigt, dass das Regionalbüro der Kultur- und Kreativwirtschaft eine Brücke zwischen Gründerinnen, Gründern, Unternehmen einerseits und professioneller weiterführender Beratung andererseits schlagen wird und die Möglichkeit hat, sich zu einem wichtigen Player in dem bestehenden Netzwerk zu entwickeln.



PDF-Download (extern)

Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg (PDF: 18,2 MB)
Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Hamburg 2010

Entwicklung und Stand der Kulturwirtschaft (PDF: 3,0 MB)
Bericht der Landesregierung Schleswig-Holstein. Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Kiel 2007

Kulturanalyse für Mecklenburg-Vorpommern. Auswertung einer Befragung von kulturellen Einrichtungen und Initiativen im Jahr 2004 (PDF: 330 KB)
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern; Museumsverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Hrsg.). Rostock 2006

Rede des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Henry Tesch, vom 03.04.2009 (PDF: 21,1 KB)

Antrag "Konzept zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern", Drucksache 5/2386 (PDF: 15,3 KB)

Downloads

Grußwort von Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, Abteilungsleiterin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

7. Mai 2010, Medienbunker Hamburg PDF: 21,8 KB

Grußwort von Prof. Dr. Karin von Welck, Senatorin für Kultur, Sport und Medien Hamburg

7. Mai 2010, Medienbunker Hamburg PDF: 17,4 KB