Ziele und Aktivitäten der Initiative

Logo "Initiative Kultur und Kreativwirtschaft der Bundesregierung" Die Bundesregierung hat die Initiative im Jahr 2007 ins Leben gerufen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken und das Arbeitsplatzpotenzial noch weiter auszuschöpfen. Darüber hinaus sollen die Erwerbschancen innovativer kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler verbessert werden. Das bedeutet im Einzelnen:

Ziele

1. die Kultur- und Kreativwirtschaft als eigenständiges Wirtschaftsfeld und als Wachstumsbranche zu etablieren und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Aktivitäten

  • Bundesweite Veranstaltungen

    In Fortsetzung der Branchenhearings und -gespräche in den vorangegangenen Jahren finden im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft eine Reihe bundesweiter Veranstaltungen statt.

  • Regionale Veranstaltungen

    Die Schwerpunkte der regionalen Veranstaltungen in 2015 lagen auf den Schwerpunkten: "Industrie 4.0", "Die kreative Stadt", "Partnering", "Generation Game" und dem Innovationsbegriff in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

  • Impulskonferenzen

    Im Fokus der Impulskonferenzen, die das Kompetenzzentrum zwischen 2012 und 2014 durchgeführt hat, standen sowohl die Rückschau auf die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft als auch der Ausblick auf das Potential der Branche in der jeweiligen Region.

  • Wettbewerb "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland"

    Für den seit 2010 stattfindenden bundesweiten Wettbewerb "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland" werden Menschen gesucht, die mit einer besonderen kreativen oder kulturellen Idee unternehmerisch tätig werden möchten. Ziel des Wettbewerbs ist es kreative Ideen in Geschäftsideen zu überführen. Konzipiert, geplant und durchgeführt wird der Wettbewerb durch das Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes und das u-Institut für unternehmerisches denken und handeln. Jährlich werden von der Initiative 32 Gewinnerinnen und Gewinner mit dem Titel "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland" ausgezeichnet.

  • Unterstützung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

    Die Bundesregierung unterstützt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz beim Aufbau einer Development Unit. Insgesamt umfasst das Vorhaben drei Teilprojekte: die Entwicklung eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Stiftung einschließlich der hierfür notwendigen Kommunikationsstruktur, die Definition strategischer Fundraisingziele und die hierauf aufbauende Entwicklung einer Fundraising-Kampagne.


2. das volkswirtschaftliche Monitoring fortzuführen und einen jährlichen Überblick darüber zu gewinnen, wie sich die Kultur und Kreativwirtschaft entwickelt.

Aktivitäten

  • Gutachten

    Im Februar 2009 wurde das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Forschungsgutachten "Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur-und Kreativwirtschaft in Deutschland" veröffentlicht. Es beschreibt die Lage der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland sowie die Besonderheiten der einzelnen Teilbranchen. Der Forschungsbericht steht als Download unter Publikationen zur Verfügung.

  • Jährliches Monitoring

    Im jährlichen "Monitoring zu ausgewählten Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft" wird die Bedeutung der Branche für die Gesamtwirtschaft analysiert und die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie ihrer Teilmärkte anhand wirtschaftlicher Kennzahlen dargestellt. Die einzelnen Ausgaben stehen als Download unter Publikationen zur Verfügung.


3. den begonnenen Dialog hinsichtlich der Strukturen, Herausforderungen, Entwicklungslinien und Bedarfe der einzelnen Teilmärkte fortzusetzen.

Aktivitäten

  • Branchenhearings/Gespräche

    Um die wirtschaftliche Bedeutung und die Entwicklungspotenziale der elf Teilbranchen sowie weitere für die Kultur- und Kreativwirtschaft relevante Veranstaltungen noch besser beurteilen zu können, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in den Jahren 2008 und 2009 Branchenhearings durchgeführt.
    Darüber hinaus wurden Gespräche zu Schmuck und Design, Live Entertainment und Musikinstrumenten-Herstellung geführt. Für jede dieser Veranstaltungen wurde eine Dokumentation erstellt, die als Download unter Publikationen zur Verfügung steht. Der intensive Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Teilmärkte wird weiter geführt.

  • Veranstaltung "Design stärkt den Mittelstand"

    Anhand praktischer Beispiele wurden in dieser Veranstaltung 200 mittelständische Unternehmen mit den wirtschaftlichen Chancen des Einsatzes von Design vertraut gemacht


4. die wirtschaftliche Vernetzung innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft zu verbessern

Aktivitäten

  • Internationales Theater- und Tanztreffen "Plan C"

    Auf dem internationalen Theater- und Tanztreffen "Plan C" diskutierten 500 Tanz- und Theaterschaffende aus ganz Europa die kreativen Herausforderungen sowie Chancen und neue Perspektiven für den Bereich Darstellende Kunst. Angestoßen wurde die Diskussion gemeinsam mit dem "International Network for Contemporary Performing Arts" (IETM).

  • Filmportal

    Im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft unterstützt die Bundesregierung den Ausbau der technischen Infrastruktur von "filmportal.de". Mit bislang 14 Millionen Nutzern hat sich "filmportal.de" als die zentrale Online-Plattform für umfassende Informationen zum deutschen Film etabliert. Betrieben wird das Portal vom Deutschen Filminstitut (DIF e. V.) in Frankfurt am Main.

  • FreelanceCamps

    Mit Unterstützung der Initiative fanden in Leipzig, Bremen und Nürnberg im Jahr 2009 zeitgleich drei FreelanceCamps bzw. BarCamps statt. Teilgenommen haben Freiberufler, Kleinunternehmerinnen und -unternehmer aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Diskussionen und Präsentationen zu Themen, die von den Teilnehmer selbst bestimmt wurden, und der offene Charakter der Veranstaltungen hat vor allem auch zur Vernetzung beigetragen.


5. ein Netzwerk für die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft aufzubauen, um u.a. über Fördermöglichkeiten zu informieren und insbesondere die Gründerinnen und Gründer in der Gründungsphase zu qualifizieren.

Aktivitäten

  • Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft

    Eine zentrale Maßnahme der Initiative ist die Einrichtung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft, das Ansprechpartner für alle Kulturschaffenden und Bindeglied zwischen den kreativen Unternehmerinnen und Unternehmern einerseits und wirtschaftspolitischen Entscheidungsträgern andererseits ist. Die Etablierung des Kompetenzzentrums sowie von acht Regionalbüros bildeten den Schwerpunkt der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Frühphase der Initiative. Im Mittelpunkt der Arbeit des neuen Kompetenzzentrums steht die Förderung von Kooperationen zwischen der Kreativwirtschaft und anderen Branchen, das Werben für das Innovationspotenzial der Kreativwirtschaft sowie das Bereitstellen von Vernetzungsplattformen.

  • Regionalkonferenzen

    Auf den Regionalkonferenzen bzw. den Netzwerker-Treffen haben sich die Ansprechpartner der Regionalbüros mit ihren Angeboten vorgestellt.


6. die wirtschafts- und technologiepolitischen Programme zu überprüfen und ggf. anzupassen, um vermehrt Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in ihrer Entwicklung fördern zu können.


7. den Zugang zu Fremdkapital insbesondere für Freiberufler sowie kleine Kulturwirtschaftsunternehmen zu erleichtern

Aktivitäten

  • Förderprogramme für die Kultur- und Kreativwirtschaft

    Seit 2016 können Interessierte sowie Berater in der Förderdatenbank des Bundes www.foerderdatenbank.de zielgenauer nach passenden Förderprogrammen speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft suchen. Unter "Förderberechtigte" für einzelne Programme ist hier nun erstmalig bei den Branchen auch die Kultur- und Kreativwirtschaft aufgeführt.

  • Musikmesse South by Southwest

    Die Initiative unterstützt seit 2010 den Auftritt deutscher Musikunternehmen und Musikförderer auf dem internationalen Branchentreff South by Southwest (SXSW). Die SXSW ist mit über 300.000 Besuchern und mehr als 2.000 Konzerten die größte Kreativbranchenmesse Nordamerikas und das bedeutendste Showcasefestival weltweit.

  • Business of Design Week: "Brand New Germany"

    Unter dem Motto "Brand New Germany" beteiligte sich Deutschland in 2011 als Partnerland an der "Business of Design Week" (BODW) in Hong Kong, Asiens bedeutendster Veranstaltung zu Design und Kreativwirtschaft. Gefördert wurde der Gastlandauftritt unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers durch die Design-Referate des Hauses und die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft. Eine weitere Unterstützung erfolgte durch Aufnahme der BODW ins Auslandsmesseprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

  • German Fashion Film Award

    Der Wettbewerb German Fashion Film Award soll mit Hilfe neuer Medien und Vermarktungsformate deutsche Designerinnen und Designer dabei unterstützen, sich auf internationaler Ebene bekannt zu machen. Ziel des Wettbewerb ist es darüber hinaus, Absolventen von deutschen Filmakademien für eine Zusammenarbeit mit jungen Modedesignern zu motivieren. Hierdurch soll auch ein Beitrag zu einer noch besseren Vernetzung zwischen den Bereichen Mode und Film geleistet werden.

  • createurope: THE FASHION ACADEMY AWARD 2009 des Goethe-Instituts

    An dem Wettbewerb für Modedesignstudenten haben 1.000 Studierende aus 39 Ländern teilgenommen. Er leistet damit einen großen Beitrag zur Vernetzung der Akteure und zur Werbung für den Modestandort Deutschland beigetragen.


8. den Zugang zu Programmen der Außenwirtschaftsförderung zu verbessern, um das Potenzial der inländischen Kultur- und Kreativwirtschaft im Ausland noch stärker als bisher zu präsentieren.

Aktivitäten

  • Förderprogramme für die Kultur- und Kreativwirtschaft

    Seit 2016 können Interessierte sowie Berater in der Förderdatenbank des Bundes www.foerderdatenbank.de zielgenauer nach passenden Förderprogrammen speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft suchen. Unter "Förderberechtigte" für einzelne Programme ist hier nun erstmalig bei den Branchen auch die Kultur- und Kreativwirtschaft aufgeführt.

  • Musikmesse South by Southwest

    Die Initiative unterstützt seit 2010 den Auftritt deutscher Musikunternehmen und Musikförderer auf dem internationalen Branchentreff South by Southwest (SXSW). Die SXSW ist mit über 300.000 Besuchern und mehr als 2.000 Konzerten die größte Kreativbranchenmesse Nordamerikas und das bedeutendste Showcasefestival weltweit.

  • Business of Design Week: "Brand New Germany"

    Unter dem Motto "Brand New Germany" beteiligte sich Deutschland in 2011 als Partnerland an der "Business of Design Week" (BODW) in Hong Kong, Asiens bedeutendster Veranstaltung zu Design und Kreativwirtschaft. Gefördert wurde der Gastlandauftritt unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers durch die Design-Referate des Hauses und die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft. Eine weitere Unterstützung erfolgte durch Aufnahme der BODW ins Auslandsmesseprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

  • German Fashion Film Award

    Der Wettbewerb German Fashion Film Award soll mit Hilfe neuer Medien und Vermarktungsformate deutsche Designerinnen und Designer dabei unterstützen, sich auf internationaler Ebene bekannt zu machen. Ziel des Wettbewerb ist es darüber hinaus, Absolventen von deutschen Filmakademien für eine Zusammenarbeit mit jungen Modedesignern zu motivieren. Hierdurch soll auch ein Beitrag zu einer noch besseren Vernetzung zwischen den Bereichen Mode und Film geleistet werden.

  • createurope: THE FASHION ACADEMY AWARD 2009 des Goethe-Instituts

    An dem Wettbewerb für Modedesignstudenten haben 1.000 Studierende aus 39 Ländern teilgenommen. Er leistet damit einen großen Beitrag zur Vernetzung der Akteure und zur Werbung für den Modestandort Deutschland beigetragen.


9. die Künstlersozialversicherung zu erhalten und weiter zu stabilisieren

Aktivitäten

  • Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes

    2014 wurde das Gesetz zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes (KSAStabG) beschlossen. Mit dem 2015 in Kraft getretenen Gesetz wird die regelmäßige Überprüfung und Beratung der Arbeitgeber im Hinblick auf die Künstlersozialabgabe sichergestellt. Dadurch soll ein weiterer Anstieg des Künstlersozialabgabesatzes vermieden und Abgabegerechtigkeit hergestellt werden. Der Abgabesatz lag in den Jahren 2014 bis 2016 bei 5,2 Prozent und soll 2017 auf 4,8 Prozent sinken.


10. den Rahmen für digitalen Urheberschutz fortzuentwickeln, um die Balance zwischen Urhebern und Nutzern wieder herzustellen.

Aktivitäten

  • Bekämpfung der Internetpiraterie

    Der Ende des Jahres 2008 begonnene und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eingerichtete Wirtschaftsdialog für mehr Kooperation zur Bekämpfung der Internetpiraterie wird mit dem Ziel fortgeführt, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungsansätze zu entwickeln.



Downloads

Flyer: Initiative Kultur- & Kreativwirtschaft der Bundesregierung

Stand: Juli 2016 PDF: 350,2 KB

Bericht: Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung - Status und Handlungsfelder

Stand: August 2012 PDF: 41,6 KB

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft - Stand und Perspektive

Stand: August 2012 PDF: 137,2 KB

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung

Stand: 2009 PDF: 98,7 KB

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 http://www.kultur-kreativ-wirtschaft.de