Brancheninformation
© Colourbox.com
Im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft hat die Bundesregierung eine Serie von Branchenhearings durchgeführt. Die folgenden Aspekte sind im Wesentlichen dem "Branchenhearing Architekturmarkt" entnommen:
- Internationalisierung: guter Ruf im Ausland
Deutsche Architektinnen und Architekten haben im Ausland einen guten Ruf. Sie werden dort als Allrounder und Generalisten geschätzt. Auf Auslandsmessen in den neuen Märkten China, Vietnam, naher und mittlerer Osten und Nordafrika gibt es ein großes Interesse an deutschem Ingenieur-Know-how. Eine gute Möglichkeit für die Architektenschaft, im Ausland Fuß zu fassen, ist die Teilnahme an Wettbewerben. Hier haben deutsche Architekten reelle Chancen zu gewinnen, ebenso wie bei Gutachter-Auswahlverfahren. Probleme gibt es dabei allerdings oft wegen der mangelnde Verfahrenstransparenz und dem sehr hohen finanziellen Aufwand bei der Arbeit im Ausland. Das Außenwirtschaftsportal iXPOS des Bundeswirtschaftsministeriums bietet hier Unterstützung mit Informationen über Förderprogramme, Netzwerke und potenzielle Geschäftskontakte - Berufsfeld: nicht nur Planen und Bauen
Die meisten Architekturbüros konzentrieren sich auf die klassischen Tätigkeiten "Planen und Bauen". Dabei ist das Berufsbild des Architekten einem weitreichenden Wandel unterworfen. Der Architekt von morgen ist nicht nur Gestalter, sondern auch Experte rund um die Immobilie und er muss beispielsweise in der Lage sein, seine Kunden zu Projektentwicklung, Energieeffizienz oder Facility-Management (z.B. die Nutzung von gewerblichen Immobilien durch Gebäudeinformationssysteme) beraten. - Honorarordnung für Architekten und Ingenieure
Im Sommer 2009 wurde eine Neufassung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) beschlossen. Damit existiert ein neues und verbindliches Preisrecht für Planungsleistungen im Bauwesen. Laut Koalitionsvertrag wird die Bundesregierung die Novellierung weiterführen.
Unterstützung durch die Bundesregierung
- Beschäftigungschancen für Architekten im Ausland
Nur fünf Prozent der deutschen Architekturbüros sind im Ausland tätig. Nur drei Prozent des Umsatzes stammen aus Aufträgen im Ausland. Die Bundesregierung verfolgt daher im Rahmen von Marktöffnungsstrategien den Abbau von Handelsbarrieren, um Beschäftigungschancen für Architekten im Ausland zu sichern. Dazu gehören auch bilaterale Abkommen, die die gegenseitige Anerkennung von Berufsabschlüssen für Architekten und Ingenieure festschreiben. (Quelle: BMWi-Pressemitteilung 17.11.2009) - Initiative Architektur und Baukultur
Die Initiative Architektur und Baukultur wurde im Jahr 2000 gestartet, um die öffentliche Diskussion über die Qualität des Planens und Bauens in Deutschland anzuregen und zu bündeln. In ihr sind die Kammern, Vereinigungen, Verbände, Stiftungen und kulturelle Institutionen als wichtige Partner der Baukulturpolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) versammelt. - Bundesstiftung Baukultur
Die Idee der Bundesstiftung Baukultur ist aus der Initiative Architektur und Baukultur des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) entstanden. Zweck der Stiftung ist es, die Qualität, Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit des Planungs- und Bauwesens in Deutschland national wie international zu fördern. Außerdem soll das Bewusstsein für gutes Bauen und Baukultur sowie den Wert der gebauten Umwelt bei Bauschaffenden und bei der Bevölkerung gestärkt werden. - Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler"
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) trägt mit dem Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" sowie dem Denkmalschutz-Sonderprogramm mit dazu bei, national bedeutende Baudenkmäler zu sanieren und bewahrt damit baukulturelles Erbe und die Identität von Städten und Gemeinden.