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Brancheninformation

Personen, die gemeinsam am Laptop Computer spielen. Quelle: Colourbox.com
© Colourbox.com

Im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft hat die Bundesregierung eine Serie von Branchenhearings durchgeführt. Die folgenden Aspekte sind im Wesentlichen dem "Branchenhearing Software-/Games-Industrie" entnommen:







  • Schlüsselbranche der Kultur- und Kreativwirtschaft
    Die Software-/Games-Industrie ist eine global agierende Branche und auf allen Märkten weltweit präsent. Für die Kultur- und Kreativwirtschaft ist sie nicht nur in quantitativer, sondern auch in qualitativer Hinsicht ein Schlüsselbereich: So wird die Debatte über die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft häufig stellvertretend über diese Teilbranche geführt.
  • Kulturgut Computerspiele
    Computerspiele sind selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden. Der Deutsche Kulturrat hat Computerspiele als Kulturgut anerkannt und den Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. (G.A.M.E.) als Mitgliedsverband des Deutschen Kulturrats aufgenommen.
  • Serious Games
    Computerspiele dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern können auch berufsbezogene oder gesundheitsrelevante Anliegen vermitteln. Beispiele: eine Katastrophensimulation für Trainingszwecke bei der Polizei oder eine Anwendung für Patienten zum besseren Umgang mit Dysfunktionen.
  • Schrittmacher der Gesamtwirtschaft
    Das Zusammenspiel der verschiedenen kulturellen Sparten Film, Video, Musik, Text, Animation wird nirgendwo so deutlich wie in der Software-/Games-Industrie. Die Games-Entwicklung beeinflusst nicht nur die Ästhetik der verschiedenen Sparten, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil der cross-medialen Verwertungskette: Die Innovationen der Branche gelten als wichtiger Schrittmacher für viele Bereiche der Gesamtwirtschaft.
  • International gefragt: "Production ready"
    Die Software-/Games-Industrie zeichnet sich u.a. durch einen hohen Fachkräftebedarf aus. Hinzu kommt, dass die Produktionszeiträume von Computerspielen knapp bemessen sind. Spezialistinnen und Spezialisten, die möglichst ohne Einarbeitungszeit einsetzbar sind ("production ready") sind daher weltweit gefragt. Voraussetzung ist: Ihr Know-how ist auf dem neuesten Stand - in der schnelllebigen Branche nicht älter als ein halbes Jahr. Vielseitige und kurzfristige Aus- und Weiterbildungsangebote sind allerdings noch selten. 

Unterstützung durch die Bundesregierung

  • Deutscher Computerspielpreis
    Mit der Auslobung des Deutschen Computerspielpreises hat auch die Bundesregierung ein klares Signal für die Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut gesetzt. Mit dem erstmals in 2009 vergebenen Preis werden qualitativ hochwertige interaktive Unterhaltungsmedien in zehn Kategorien ausgezeichnet. Die Preisgelder werden je zur Hälfte vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Branchenverbänden zur Verfügung gestellt. Außerdem wird ein nicht dotierter Sonderpreis für herausragende ausländische Produktionen verliehen. Die Bundesregierung wird den Deutschen Computerspielpreis weiter aufwerten, um die Entwicklung hochwertiger, kultureller und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien noch stärker zu fördern.