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Kultur- und Kreativwirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung der Branche 2010 bis 2014

In dem jährlichen Monitoringbericht zur Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft werden diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen erfasst, die erwerbswirtschaftlich orientiert sind. Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten oder Einrichtungen in der Trägerschaft von Ländern oder Kommunen (Theater, Veranstaltungsstätten usw.), werden nicht berücksichtigt.

Umsatzwachstum, aber große Unterschiede in den Teilmärkten

Das Umsatzvolumen in der Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt sich weiterhin positiv. Im Zeitraum 2010 bis 2014 stieg der Umsatz in der Branche durchschnittlich um 2,1 Prozent pro Jahr. Allerdings fällt die Umsatzentwicklung in den einzelnen Teilmärkten recht unterschiedlich aus. Positiv haben sich insbesondere die Musikindustrie (jährlich plus 7,6 Prozent), die Rundfunkwirtschaft (jährlich plus 6,2 Prozent), der Markt für darstellende Künste (jährlich plus 6,2 Prozent) die Software-/Games-Industrie (jährlich plus 5,9 Prozent) und der Architekturmarkt (jährlich plus 5,3 Prozent) entwickelt. Alle anderen Teilmärkte liegen mit ihrem Umsatzwachstum unter dem Branchendurchschnitt.

Zahl der Kultur- und Kreativunternehmen steigt moderat an

Die Zahl der Kultur- und Kreativunternehmen ist im Zeitraum 2010 bis 2014 um durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr gewachsen. Überdurchschnittlich hoch waren die Zunahmen in der Software-/Games-Industrie mit 7,0 Prozent, im Markt für darstellende Künste mit 4,3 Prozent und in der Designwirtschaft mit 4,0 Prozent. Im Kunstmarkt, im Presse- und insbesondere im Werbemarkt (minus 4,6 Prozent) nahm die Zahl der Unternehmen hingegen ab.

Stetige Zunahme der Erwerbstätigkeit

Die Zahl der Selbständigen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konnte zwischen 2010 und 2014 durchschnittlich um 3,5 Prozent im Jahr zulegen. Die Zahl der Erwerbstätigen hat insbesondere in der Software-/Games-Industrie (jährlich plus 10,3 Prozent) und im Markt für darstellende Künste (plus 5,3 Prozent) zugenommen. Abgenommen haben die Erwerbstätigenzahlen in den Teilmärkten Presse, Kunst und Buchmarkt.

Mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung - weniger geringfügige Beschäftigung

Die positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit spiegelt sich insbesondere in der Zunahme abhängiger bzw. sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Hier konnte die Kultur- und Kreativwirtschaft - im Jahr 2014 mit einer Zunahme um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - höhere Wachstumsraten erzielen als die Gesamtwirtschaft (1,9 Prozent). Gleichzeitig ging die Zahl der geringfügig Beschäftigten seit 2010 stetig zurück, d.h. es gab generell eine Verschiebung hin zu mehr regulärer Beschäftigung.

Quelle: Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2014. BMWi (Hrsg.) 2015