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06.11.2019 -

Was ist eigentlich … eine Creative City? Das erläutert Frau Prof. Dr. Maria Böhmer. Sie ist Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Einleitung

Was ist eigentlich … eine Creative City?

Wenn wir bedenken, dass seit 2014 die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt, dann wissen wir auch, dass Städte eine hohe Verantwortung haben für die globalen Herausforderungen, ganz besonders für den Klimawandel und für die Armutsbekämpfung. Es geht darum, lebenswerte Räume zu gestalten, und das betrifft sowohl die Energiefragen, die Wasserfragen, die Arbeitswelt. Es betrifft aber auch und gerade die kulturelle Entwicklung, denn das macht eine Stadt lebenswert. Und daran knüpft die UNESCO an mit ihrem Netzwerk Creative Cities. Seit 2004 gibt es dieses Programm der UNESCO, und dort verbinden sich Städte, die Erfahrung, Strategien, Ideen und gute Praxisbeispiele austauschen wollen.

Dann geht es auch darum, dass man Kunst, Kultur, Kreativwirtschaft mit Nachhaltigkeit vernetzt. Es geht ganz konkret um sieben Bereiche – Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk und Literatur. Wir sind stolz darauf, dass wir in Deutschland vier Creative Cities haben – Hannover und Mannheim für Musik, Heidelberg für Literatur, Berlin für Design.

Wenn es um nachhaltige Stadtentwicklung geht, dann richtet sich mein Blick aktuell auf die Bewerbung von Potsdam. Potsdam will Creative City of Film werden. Potsdam hat sich auf die Fahne geschrieben, Nachhaltigkeit im Film voranzubringen – Klimaschutz, Nachhaltigkeit in der Filmbranche. Das bedeutet, dass diejenigen, die sich vor Ort engagieren – die Film-Universität Babelsberg, Medienboard Berlin-Brandenburg, Filmpark Babelsberg, aber auch gerade neue Ansätze wie „Kino natürlich“ oder „Green Film Initiative“ - dass diese Impulse dafür geben und dass man dann in diesem großen Netzwerk mit 180 Städten aus 72 Ländern gute Praxisbeispiele weitergibt und damit auch eine Grundlage schafft, dass die Agenda 2030, die Nachhaltigkeits-Agenda der UN, tatsächlich umgesetzt wird.

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