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Was ist eigentlich … Game Thinking?
Länge: (1:32 Minuten)

Game Thinking ist ein Begriff, der sich anlehnt an Design Thinking. Und dahinter steckt, dass man ein Spiel oder ein Produkt nicht mehr fertig entwickelt und dann auf die Öffentlichkeit loslässt und guckt, wie es ankommt, sondern dass man schon im Prozess des Entstehens, im Produktionsprozess, im Designprozess, auf die Wünsche der Nutzer eingeht.

Das machen Spieleunternehmen so, dass sie ein sehr frühes Stadium des Spiels schon veröffentlichen an eine kleine Spielerschaft und dann schon ganz viel Feedback einsammeln und fragen: Was gefällt euch daran? Was gefällt euch nicht?

Das ist deswegen sehr erfolgreich, weil natürlich diese großen Produktionsbudgets bei Spielen nicht ins Blinde entwickelt werden, sondern ganz dicht am Kunden bleiben.

Das funktioniert so, dass die besonders engen Fans, die beispielsweise schon lange mit einem Studio verbunden sind, dass die in einer sogenannten Closed Beta, also einer geschlossenen Nutzergruppe, schon mal aufs Spiel losgelassen werden. Und die haben dann auch Verständnis dafür, dass vielleicht ganz viele Level noch fehlen oder dass Elemente nicht so gut aussehen, irgendwelche Grafiken noch nicht fertig sind. Weil die wissen ja, dass es sich sozusagen im Entstehungsprozess befindet, aber es ist toll, dass der Entwickler sie einbezieht und sie quasi mitentwickeln lässt und deswegen sind die sehr konstruktiv im Feedback-Geben und führen dazu mit dem Feedback, dass das Spiel viel besser werden kann und viel enger an den Wünschen derjenigen, die es nachher kaufen und spielen sollen, entsteht.