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Was ist eigentlich … Gamification?
Länge: (1:45 Minuten)

Gamification beschreibt etwas, was die Spieleentwickler besonders gut können, nämlich etwas motivierend zu machen, also etwas so zu produzieren und so zu entwickeln, dass die Spielerinnen oder der Spieler ganz große Lust haben, das zu machen.

Bei diesem Gamification-Prozess gibt es ein paar Elemente, die ganz wichtig sind. Da ist zum Beispiel zu sagen, dass ich meinen Lernfortschritt oder den Fortschritt generell: Den muss ich transparent sehen können. Da muss ich irgendwie eine Anzeige haben, damit ich nachvollziehen kann: Entwickele ich mich denn? Werde ich besser? Oder werde ich nicht besser? Das Zweite ist, dass natürlich auch eine Bepunktung, also eine Messbarkeit, dazugehört.

Und das wird im Moment übertragen auf ganz andere Bereiche. In der Ausbildung beispielsweise ist es inzwischen gang und gäbe, Gamification-Prozesse zu integrieren. Das heißt, sich Gedanken darüber zu machen: Was würde denjenigen motivieren? Nicht, dass ich ihm sage: Du musst das jetzt lernen, und du musst das beherrschen. Sondern es so auszugestalten, dass ich Spaß daran habe und durch Spaß lerne. Das ist etwas, was wir in der Games-Entwicklung gut gelernt haben über die letzten Jahrzehnte und was heute das Goethe-Institut für Sprachkurse bis hin zur AOK, die das für Gesundheits-Apps einsetzt, über die Deutsche Bahn, die ihre Auszubildenden damit trainiert. Da gibt es also ganz viele Anwendungsbereiche in der ganz breiten Industrie, die Gamification nutzen.

Natürlich weiß man immer: Ich soll auch etwas lernen. Aber die Motivation entsteht nicht durch das Pflichtgefühl, sondern dadurch, dass ich Spaß empfinde. Und das kann man durch solche Elemente eben zum Beispiel ermöglichen.