Deutschlandkarte; Quelle: BMWi

Auf dem Weg zur internationalen Anerkennung der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit ist ein weiterer Meilenstein erreicht: Das Auswärtige Amt hat den Antrag offiziell der UNESCO übergeben.

Die Szene der Theater und Orchester in Deutschland zeichnet sich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt im Hinblick auf Genres, Ästhetik, Ausdrucksmittel, Sprache und Aufführungsanlässe aus. Über die Aufnahme dieser Kulturform in die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes entscheidet ein Zwischenstaatlicher Ausschuss Ende 2019.

Die Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland wird durch die rund 140 Staats- und Stadttheater sowie Landesbühnen mit Orchestern und 130 Opern-, Symphonie-, Rundfunk- oder Kammerorchestern sowie Kammerphilharmonien geprägt. Dazu kommen rund 220 private Theater, 100 Theater- und Symphonieorchester ohne feste Spielstätten, 2.200 freie Spielstätten, Gruppen und Ensembles und rund 2.500 Amateurtheaterbühnen, die zur Lebendigkeit der Szene einen bedeuten Beitrag leisten.

Im Jahr 2014 wurde die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft auf Initiative des Deutschen Bühnenvereins und des Deutschen Musikrats in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ein Eintrag ist die Vorbedingung für eine UNESCO-Nominierung.