Frau liest, Buch Bücher

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Das Buch steht im Medienwettbewerb um die Aufmerksamkeit der Menschen. Der Umsatz der Buchbranche blieb zwar über die letzten fünfzehn Jahre hinweg stabil, allerdings nimmt die Zahl der Buchkäufer ab. Verlage und Buchhandlungen setzen sich eingehend mit dem Käuferrückgang auseinander und arbeiten an Lösungen, um Menschen für das Buch zurückzugewinnen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels stellte in Frankfurt am Main die Kernergebnisse seiner Studie „Buchkäufer - quo vadis?“ vor, die umfassend die Motive von Buch-Abwanderern analysiert. Außerdem präsentierte der Verband die Wirtschaftszahlen der Buchbranche für das vergangene Jahr. Obwohl die verbliebenen Käufer auch 2017 wieder durchschnittlich mehr Bücher kauften und mehr dafür ausgaben, konnten Verlage und Buchhandlungen 2017 nicht ganz an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Die Buchbranche erwirtschaftete 9,13 Milliarden Euro, das sind 1,6 Prozent weniger als 2016.

Das E-Book gewinnt bei seinen Nutzern weiter an Bedeutung, ist aber ebenfalls vom Rückgang der Käufer betroffen. Der Absatz von E-Books steigt weiter. Wer E-Books nutzt, intensiviert seine Einkäufe. Erstmals ist aber der Umsatz mit E-Books leicht zurückgegangen. Es wandern zunehmend günstigere Titel in den Warenkorb. Der Wettbewerb um Zeit und Aufmerksamkeit der Menschen macht in der Breite der Leser aber auch vor der digitalen Editionsform nicht Halt.

Zentrale Rahmenbedingung für die Branche bleibe die Buchpreisbindung. Außerdem benötigen die Verlage vor allem wieder eine Rechtsgrundlage, um an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften beteiligt sein zu können.