Deutschlandkarte; Quelle: BMWi

Die Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V., die als gemeinsame Einrichtung von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden, Sendern und anderen Institutionen der Kultur- und Medienbranche ins Leben gerufen wurde, nimmt ihre Arbeit auf. Mit Monatsbeginn Oktober bietet die überbetriebliche Vertrauensstelle Themis Beschäftigten aus der Film-, Fernseh- und Theaterbranche, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit sexuelle Belästigung und Gewalt erfahren haben, einen geschützten Raum, in dem sie sich einer Juristin und einer Psychologin anvertrauen können. Die Gründung der Vertrauensstelle erfährt wichtige Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien:

„Es war mir ein wichtiges politisches und menschliches Anliegen, angesichts sexueller Belästigungen, Demütigungen und Gewalt in der Filmbranche, aber auch in anderen Kultursparten, die Vertrauensstelle mit auf den Weg zu bringen. Die Zeit des Schweigens hat viel zu lange gedauert. Ich würde mir wünschen, dass Betroffene dieses Angebot intensiv nutzen und damit dazu beitragen, dass inakzeptable Vorfälle offengelegt, Konsequenzen gezogen und begünstigende Strukturen verändert werden können“, so Staatsministerin Prof. Monika Grütters.

Die Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt wurde von 17 Brancheneinrichtungen der Film-, Fernseh- und Theaterbranche gegründet. Schnelle, professionelle und unkomplizierte Hilfe für die Betroffenen steht im Vordergrund. Strikte Vertraulichkeit und auf Wunsch auch Anonymität wird zugesichert. Finanziert wird die Vertrauensstelle durch Beiträge öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender, der Allianz Deutscher Produzenten, der Verwertungsgesellschaft der Auftragsproduzenten und dem Deutschen Bühnenverein. Einer öffentliche Förderung erhält sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.