Deutschlandkarte; Quelle: BMWi

Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland hat im Jahr 2017 erneut einen deutlichen Beschäftigungszuwachs auf insgesamt 1,158 Millionen Kernerwerbstätige zu verzeichnen. Auch die Bruttowertschöpfung entwickelte sich positiv und erreichte im vergangenen Jahr einen Wert von 102,4 Milliarden Euro. Der Umsatz sowie die Anzahl an Unternehmen blieben weitestgehend auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Diese und weitere Ergebnisse sind im aktuellen Monitoring-Bericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2018 zu finden, der jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und dem Fraunhofer ISI im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erstellt wird.

Ausgehend von 74,2 Milliarden Euro im Jahr 2009 ist die Wertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft seitdem um fast 30 Milliarden Euro gestiegen. Rund 27 Prozent der Bruttowertschöpfung entfielen im Jahr 2017 auf den Teilmarkt Software und Games. Weitere wichtige Teilmärkte sind der Werbe- und Pressemarkt sowie die Designwirtschaft, welche alle eine Bruttowertschöpfung von mehr als zehn Milliarden Euro verzeichneten. Weitestgehend unverändert blieben im Jahr 2017 das Umsatzvolumen und die Anzahl an Unternehmen in der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft. Der Gesamtumsatz betrug 158,6 Milliarden Euro, was geringfügig unter dem Umsatz aus dem Rekordjahr 2016 (158,8 Milliarden Euro) liegt. Die Gesamtzahl an Unternehmen hat sich 2017 um 0,1 Prozent auf 254.700 erhöht. Damit sind rund 7,7 Prozent aller Unternehmen in Deutschland der Kultur- und Kreativwirtschaft zuzurechnen.

Der diesjährige Monitoring-Bericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt sich zudem mit der Bedeutung von Kultur- und Kreativ(vor)leistungen für Industrieunternehmen. Dazu befragte das ZEW in zwei repräsentativen Umfragen Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie dem verarbeitenden Gewerbe. Rund 79 Prozent der befragten Industrieunternehmen gaben an, innerhalb der vergangenen drei Jahre Kultur- und Kreativleistungen von extern bezogen zu haben. Dabei spielten Leistungen aus dem Bereich Grafik- und Produktdesign gefolgt von Werbedienstleitungen und Software-Programmierung die größte Rolle. Der komplette Bericht liegt auf den Webseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum Download vor.