Produktion digital Movie clapper board

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Die zweite große Studie zur deutschen Film- und Fernsehproduktionswirtschaft gibt nicht nur einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation der deutschen Produzenten, sondern beleuchtet auch die Folgen der gerade stattfindenden Umwälzung von linearem hin zu non-linearem Medienkonsum für die deutsche audiovisuelle Produktionswirtschaft.

Laut Studie gehören von den ca. 2.000 Unternehmen aus Deutschland, die Umsätze überwiegend mit der Produktion audiovisueller Programme erzielt haben, ca. 900 Unternehmen zum klassischen Produktionsmarkt, der sich wiederum in ca. zwei Drittel TV- und ein Drittel Kinofilmproduzenten aufteilt. Die deutsche Filmproduktionsbranche hatte im Juni 2017 rund 28.000 Mitarbeiter, von denen 88 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Der Gesamtnettoumsatz (ohne Förderung) der Hersteller audiovisueller Produktionen lag 2017 in Deutschland bei rund 4,9 Mrd. Euro. Die klassischen Produzenten (Kinofilm- und TV-Produzenten) haben 2017 rund 3,14 Mrd. Euro erwirtschaftet. Der Gesamtumsatz ist von 2016 auf 2017 um fast 10 Prozent gestiegen. In den letzten sieben Jahren war die Wachstumsdynamik im TV-Produktionsbereich stärker als im stagnierenden deutschen Kinofilmproduktionsmarkt.

Durchgeführt wurde die Studie vom Forschungs- und Kompetenzzentrum Audiovisuelle Produktion (FoKo) der Hamburg Media School (HMS) in Kooperation mit Goldmedia. Finanziell beteiligt waren die Filmförderinstitutionen aus Bund und Ländern - FFA Filmförderungsanstalt, FilmFörderFond Bayern, Film- und Medienstiftung NRW, HessenFilm und Medien, Medienboard Berlin-Brandenburg, MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Mitteldeutsche Medienförderung und nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen sowie die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V.

Die Studie liegt als Download vor.