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Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat den Deutschen Drehbuchpreis 2019 vergeben. Preisträger und damit Gewinner der „Goldenen Lola“ ist der Autor Julian Radlmaier. Er wurde für sein Drehbuch „BLUTSAUGER“ ausgezeichnet. Die skurrile Komödie handelt von einem falschen russischen Baron und einer echten deutschen Fabrikantentochter, die im Jahr 1926 zusammen einen Vampirfilm an der Ostsee drehen. „Dieses Drehbuch schafft es, geistreich und durchgeknallt zugleich zu sein. Und sehr unterhaltsam. Ein ganz großer Wurf“, so heißt es in der Jury-Begründung.

Die feierliche Verleihung fand beim Empfang des Verbandes Deutscher Drehbuchautoren statt, zu dem jährlich anlässlich der Berlinale eingeladen wird. Vor rund 600 Gästen aus Politik und Filmbranche sagte die Kulturstaatsministerin: „Das Gesamtkunstwerk Film hängt ganz wesentlich vom künstlerischen Können und dem versierten Handwerk der Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren ab. Ihre Fantasie, ihr Ideenreichtum und ihre berührenden Geschichten bilden das Fundament filmischen Schaffens - sie liefern das Herzstück des Films.“

Nominiert für den Drehbuchpreis 2019 waren außerdem die Drehbücher: „LE PRINCE“ von Hannes Held und Lisa Bierwirth sowie „COWBOY UND INDIANER“ von Karen Köhler und Michael Venus.

Der Deutsche Drehbuchpreis wird seit 1988 verliehen. Mit der Auszeichnung für das beste unverfilmte Drehbuch ist neben der „Goldenen Lola“ eine Prämie in Höhe von 10.000 Euro verbunden. Für die Preisträgerin oder den Preisträger ist es darüber hinaus auf Antrag möglich, zusätzlich Fördermittel von bis zu 20.000 Euro für die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs zu erhalten. In begründeten Ausnahmefällen kann die Förderungshilfe auch für die Herstellung eines neuen Drehbuchs mit künstlerischer Qualität oder für die Projektentwicklung eines Films auf Grundlage des ausgezeichneten Drehbuchs gewährt werden. Bereits die Nominierungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.