Produktion digital Movie clapper board

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Die Filmförderanstalt (FFA) veröffentlicht regelmäßig Studien über die Struktur des Kinobesuchs und die Entwicklung im Besucherverhalten. Der Kinomarkt in Deutschland musste im vergangenen Jahr bedeutende Einbußen verkraften - Umsatz und Besucherzahlen gingen nach den Ergebnissen des Consumer Panels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jeweils um rund 15 Prozent auf 100 Millionen Besucherinnen und Besucher bzw. 893 Millionen Euro zurück. Sicher scheint, dass Jahrhundertsommer und Fußball-Weltmeisterschaft zwar Einfluss auf das Besucherverhalten hatten, die Hauptursachen aber woanders liegen: Die Besuchsintensität sank 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 4,7 auf 4,1 Besuche pro Kopf um 14 Prozent. Es zog also nicht weniger Menschen ins Kino, sondern diejenigen, die ins Kino gingen, taten dies weniger häufig.

Mit 37 Prozent Reichweite gingen 2018 immer noch mehr Personen ins Kino, als Personen, die Home-Video-Produkte (34 Prozent) nutzen. Im Vergleich zu 2017 haben sich diese Anteile nicht verändert. Auch der Anteil der Home-Entertainment-Nutzer, die ins Kino gehen, ist 2018 mit 69 Prozent stabil - obwohl die Umsätze des Teilbereichs Video-on-Demand (SVoD) 2018 um 77 Prozent zugelegt haben. Die SVoD-Konsumenten gingen also auch in dem schwachen Kinojahr 2018 ins Kino und taten dies zwar weniger als im Vorjahr, aber dennoch weiterhin häufiger als andere Kinobesucher. Gleichzeitig gaben sie dort auch mehr Geld aus und zahlten im Vergleich zu allen Filmkonsumenten vier Prozent höhere Eintrittspreis.
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