Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Akteurs-Dialog zur Kultur- und Kreativwirtschaft im BMWi

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Akteurs-Dialog zur Kultur- und Kreativwirtschaft im BMWi

© BMWi/Susanne Eriksson

Am 15. Mai 2019 trafen sich Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu einem Akteurs-Dialog. Die Veranstaltung hat gezeigt: Branchen wie die Design-, Games- oder auch Veranstaltungsbranche genießen bei Industrie und Mittelstand eine zunehmende Anerkennung als Wirtschaftsfaktoren.

„Kreativwirtschaft wird wichtiger – nicht nur, weil die Branchen erfolgreich sind, sondern weil in vielen Bereichen der Industrie genauso wie der Gesellschaft nach neuen Antworten gesucht wird“, so Staatssekretär Dr. Ulrich Nußbaum. Er hatte Verbände und Unternehmen der Kreativ-Teilbranchen zum Gedankenaustausch ins Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingeladen. Thema: die Innovationsförderung und Innovationsleistung der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Knapp 30 Repräsentanten waren der Einladung gefolgt. Mit viel Engagement nutzten sie die Möglichkeit, deutlich zu machen, wo aktuell jeweils in ihrer Branche „der Schuh drückt“. Dabei ging es u.a. darum, wie aktuelle Trends im Bereich der kreativen, nichttechnischen Innovation gefördert werden können und sich Kooperationen zwischen gewerblicher Wirtschaft und Kreativen verbessern lassen. Diskutiert wurde auch die Frage, wie die Wertschätzung der Kreativwirtschaft in der Gesellschaft insgesamt erhöht werden kann. Die Vorschläge reichten von insgesamt passgenaueren Förderangeboten über betriebswirtschaftliche Qualifizierung an Kunsthochschulen bis hin zu einer Bestandsaufnahme branchenspezifischer verwaltungsrechtlicher Hürden. Dem Experten-Dialog sollen im Verlaufe des Jahres weitere ähnliche Treffen folgen.

Deren Ergebnisse fließen in die Vorbereitungen des ersten Kreativ-Gipfels des Bundes ein. Der Kreativ-Gipfel wird unter Leitung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft am 13. November 2019 in Berlin stattfinden. Dessen Ziel ist es, Lösungsansätze zur Förderung von Innovationen zusammenzutragen und einen kontinuierlichen Dialogprozess mit den Akteuren anzustoßen. „Wir wollen den Kreativbranchen eine Bühne geben, und wir wollen andere Akteure und Industrien dafür gewinnen. Es soll klar werden, wie wichtig Kreative und kreative Denkmodelle für die Wettbewerbsfähigkeit sind“, so Staatssekretär Dr. Ulrich Nußbaum.

Dabei geht es, mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020, auch darum auszuloten, wie die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft aus EU-Sicht gestaltet und auf nationaler Ebene umgesetzt werden kann.