Frau liest, Buch Bücher

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Die Buchpreisbindung und die durch sie geförderte breite Buchhandelslandschaft spielen eine zentrale Rolle bei der Verbreitung des Kulturguts Buch und fördern Qualität und Vielfalt des Buchangebots. Die gesetzliche Buchpreisbindung in Deutschland steht außerdem im Einklang mit der Warenverkehrsfreiheit und dem europäischen Wettbewerbsrecht. Im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels haben eine Gruppe von Ökonomen und ein Rechtswissenschaftler Auswirkungen und Legitimität der deutschen Buchpreisbindung unabhängig, umfassend und auf aktuellem Stand untersucht.

Während in Großbritannien und Nordirland (UK) nach Abschaffung der Buchpreisbindung die Zahl der unabhängigen Buchhandlungen von 1995 bis 2001 um rund zwölf Prozent gefallen ist, liegt in Deutschland im Zeitraum 1995-2002 lediglich ein Rückgang von drei Prozent vor. In Deutschland ist zudem die Marktkonzentration deutlich geringer. In Vereinigten Königreich hat allein Amazon einen Marktanteil von rund 45-50 Prozent, kleine Buchhandlungen nur einen Anteil von etwa fünf bis zehn Prozent. In Deutschland entfällt auf den gesamten Online-Buchhandel nur etwa 20 Prozent des Umsatzes, während rund 30 Prozent im unabhängigen Buchhandel und rund 20 Prozent bei den Filialisten erwirtschaftet werden.