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Fünf Filmteams wurden in der Elbphilharmonie in Hamburg mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2019, der „Goldenen Lola“, ausgezeichnet. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ist die wichtigste Auszeichnung für den Kurzfilm in Deutschland. Seit 1956 verleiht der Bund sie für herausragende Leistungen bei der Produktion deutscher Kurzfilme. Mit dem Preis sind nicht nur Prämien in Höhe von bis zu 30.000 Euro verbunden: die Gewinnerinnen und Gewinner in den Kategorien „Spielfilm“ und „Animationsfilm“ qualifizieren sich automatisch für das Auswahlverfahren der US-Oscars in der Kategorie Kurzfilm.

Damit ist der Kurzfilm vielfach der Anfang der großen Filmkarriere im 45- oder 90-Minuten-Bereich, wie etwa bei Wim Wenders oder Tom Tykwer. Doch zugleich ist er „weit mehr als ein Sprungbrettformat“ wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Verleihung des Deutschen Kurzfilmpreises 2019 erklärte. Die Köpfe hinter diesem Filmformat bräuchten „geradezu einen Tunnelblick für das Wesentliche“, so Grütters weiter. Für den Kurzfilm und die Filmkunst insgesamt gelte nach Auffassung der Staatsministerin: „Sie ist avantgardistisch im besten Sinn, sie darf unbequem sein und sie gehört zum kritischen Korrektiv gesellschaftlicher Entwicklungen. Auch deshalb deckt unsere Filmförderung die ganze Vielfalt filmischen Schaffens ab und gilt nicht nur den großen Produktionen."