Produktion digital Movie clapper board

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Der Bund finanziert einen Ausfallfonds mit 50 Millionen Euro für Kinofilm- und Serienproduktionen. Damit sollen Covid19-bedingte Produktionsstörungen abgefedert und so eine Wiederaufnahme der Produktion von Kinofilmen und High End-Serien in Deutschland ermöglicht werden. Der Ausfallfonds ist zum 11. September in Kraft getreten und Teil des Programms NEUSTART KULTUR, aus dem insgesamt 165 Millionen Euro für die Unterstützung der Filmbranche vorgesehen sind.

Monika Grütters: „Nie in der Geschichte der bewegten Bilder wurde die Filmbranche weltweit so sehr in ihrer Lebensweise und Wirksamkeit getroffen wie durch die Corona-Bedrohung. Deshalb helfen wir beim Neustart der Film- und Serien-Produktion auch mit diesem Ausfallfonds.“

Filmproduktionen können mittlerweile zwar wieder starten, doch selbst bei Einhaltung hoher Hygieneauflagen bleibt ein Restrisiko einer Covid19-Infektion am Set. Dieses Pandemierisiko ist aktuell nicht versicherbar, so dass ein enormes wirtschaftliches Risiko auf den Schultern der Filmproduzentinnen und -produzenten lastet. Der Ausfallfonds erfasst die Produktion von Kinofilmen und High End-Serien, die bereits durch eines der Filmförderinstrumente des Bundes (DFFF, GMPF, FFG und kulturelle Filmförderung der BKM) gefördert sind. Produktionen mit einem majoritären Förderanteil des Bundes werden im Schadensfall mit bis zu 1,5 Millionen Euro durch die BKM unterstützt. Produktionen, die majoritär durch die Länder gefördert sind, erhalten bundesseitig im Schadensfall bis zu 750.000 Euro zusätzliche Unterstützung. Ebenfalls bis zu 750.000 Euro können für diese Produktionen durch die sich am Ausfallfonds beteiligenden Länder bereitgestellt werden. Der Ausfallfonds wird bis zum 30. Juni 2021 laufen.