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Der Bremer Senat hat am 10. November 2020 weitere Hilfen für die Kulturschaffenden in Bremen auf den Weg gebracht. Der Senat beschloss zum einen ein neues Stipendienprogramm, zum anderen die Sicherstellung von Komplementärmitteln für Bundesprogramme. Das Stipendienprogramm gewährt freischaffenden, professionell arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten Einzelstipendien und fördert somit direkt die künstlerische Produktion. Zugang haben soloselbständige Kulturakteure aus Bremen und Bremerhaven. Gewährt werden nicht rückzahlbare Förderungen in Höhe von maximal 7.000 Euro pro Person. Voraussetzung ist, dass die Antragstellenden einer professionellen künstlerischen Betätigung nachgehen und wesentliche Ausfälle durch die Corona-Pandemie haben. Die Anträge können sich ausdrücklich auf jede Art künstlerischen Vorhabens in allen Sparten beziehen, etwa auf die Herstellung künstlerischer Werke oder Proben zum Zweck der Verbesserung künstlerischer Fertigkeiten oder die Entwicklung und Darstellung neuer kreativer Ansätze in allen künstlerischen Bereichen. Eingehende Anträge werden durch das Kulturressort kulturfachlich bewertet; bei Anträgen aus Bremerhaven wird das Kulturamt der Seestadt einbezogen.

Darüber hinaus will der Senat die landesseitig erforderliche Komplementärfinanzierung für Bundesprogramme wie "Neustart Kultur" in Höhe von zehn Prozent bereitstellen. Besonders im Fokus stehen hier Hilfen für freie Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Theater und Tanz. Diese Bundesmittel werden durch die Verbände vor Ort ausgereicht, und der Bremer Landesverband für freie darstellende Künste hat sich mit der Bitte um Unterstützung an den Senator für Kultur gewandt, da er selbst diese Ko-Finanzierung nicht darstellen kann.