Mann spielt Gitarre auf der Bühne; Quelle: istockphoto.com/deepblue4you

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Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat die Umsetzung eines weiteren Teilprogramms "Förderung alternativer, auch digitaler Angebote / Förderung digitaler Strukturen im stationären Musikfachhandel" aus dem milliardenschweren Konjunkturpaket NEUSTART KULTUR verkündet. Dieses Teilprogramm wird der Deutsche Musikrat in Kooperation mit der Society Of Music Merchants (SOMM) umsetzen. Es soll dazu beitragen, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche (MI-Branche) zu unterstützen und insbesondere dem in seiner Existenz bedrohten stationären Musikfach- und Tonträgerhandel eine nachhaltige Perspektive zu geben.

Mit dem aktuellen Programm sollen insbesondere Kultureinrichtungen wie der Musikfachhandel, aber auch Hersteller, Vertriebe und Manufakturen von Musikinstrumenten und Musikequipment auf dem Weg in die Digitalisierung unterstützt werden.

Die Zahlen im Musikfachhandel sind schon seit langem alarmierend: seit 2009 sind über 30% der stationären Musikfachhändler, die als lebendige Kulturzentren und Arbeitgeber in der Region eine elementar wichtige Funktion haben, kontinuierlich aus dem Stadtbild verschwunden. Diese Entwicklung wurde durch die Corona-Krise dramatisch beschleunigt. Eine Förderung des Musikfachhandels trägt dazu bei, auch weiterhin ein breites Musikspektrum für kulturelle Vielfalt zu ermöglichen.

Weitere Informationen und Details zum Förderprogramm werden in Kürze bekannt gegeben. Die Abwicklung und Bewilligung der Anträge wird über den Deutschen Musikrat in Kooperation mit der SOMM erfolgen; der Deutsche Musikrat stellt zum Zweck der Antragsstellung eine Online-Datenbank über seine Website zur Verfügung.