Leere Stühle im Kinosaal

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Der gesamte audiovisuelle Sektor Europas steht in Folge der Corona-Pandemie vor größten Herausforderungen. Kinostarts wurden verschoben, Produktionen pausieren, Festivals und Märkte sind abgesagt. Aber nicht ganz. Manche sind ins Digitale gewandert. Die traditionellen Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen werden nicht wie gewohnt im Mai stattfinden. Das Festival, das über 500 Filme aus 70 Ländern zeigen wollte, plant ein alternatives Programm, das online stattfinden soll. Priorität haben dabei der Internationale und Deutsche Wettbewerb, NRW-Wettbewerb, MuVi-Preis und der Kinder- und Jugendfilm-Wettbewerb. Die Programme sollen samt Preisvergabe online für das allgemeine wie das Fachpublikum zugänglich gemacht werden. Das Kurzfilmfestival Hamburg unterstützt mit anderen Kurzfilmfestivals weltweit die Kuration des My Darling Quarantine Short Film Festivals, um dem Publikum trotz der Corona-Pandemie Kurzfilme zeigen zu können.

Insbesondere für Kinos und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist der COVID-19-Ausbruch ein massiver Einschnitt. Der Verleih Grandfilm bietet in Solidarität mit den betroffenen Kinos für eine Gebühr Filme aus seinem Arthouse-Katalog zum Streaming auf Vimeo an und teilt sich den Gewinn 50/50 mit Independent-Kinos. Unter den Kinos, die von der Aktion profitieren, sind viele aus dem von MEDIA unterstützten Netzwerk Europa Cinemas, darunter auch das Abaton Kino in Hamburg oder das Hackesche Höfe Kino in Berlin.