Logo: Kompetenzzentrum KuK; Quelle: BMWi

Am vergangenen Wochenende haben sich rund 300 Menschen aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung und Bildung zusammengefunden, um gemeinsam an Lösungen für relevante Herausforderungen unserer Gegenwart und insbesondere die Corona-bedingten Einschränkungen zu arbeiten. In einem Design Sprint mit rund 35 Teams sind spannende Ideen entwickelt worden, die ein großes Potenzial für die erfolgreiche Umsetzung bergen und die die Innovationsstärke Deutschlands nicht nur im technologischen, sondern auch kreativen Bereich unterstreichen. 4-6 Ideen sollen jetzt im Rahmen des Creative Labs Covid-19 des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes bei der Weiterentwicklung unterstützt werden.

„Veranstaltungen wie das Innovation Camp „Sprungkraft“ zeigen modellhaft, wie wichtig neben Technologie auch Kreativität für die Innovationsentwicklung in Deutschland ist“, sagte Thomas Jarzombek, der Beauftragte des Bundeswirtschaftsministeriums für Digitale Wirtschaft und Start-ups, in seinem Grußwort zum Start der mehrtägigen Veranstaltung. Zwei Tage hatten Expert*innen aus ganz Deutschland Zeit in interdisziplinären Teams an konkreten Projekten zu arbeiten. Als Vorgabe wurden die fünf Themenwelten Arbeit, Lernen, Medien, Gesundheit und Kultur gewählt, die zuvor im Creative Lab Covid-19 des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes gemeinsam mit Partner*innen aus Forschung und Wirtschaft (u. a. Hasso-Plattner Institut, Bayerischer Rundfunk, iav) erarbeitet wurden.

Fundierte Unterstützung und Know-how lieferten Impulsvorträge sowie die Begleitung der Teams durch Expert*innen wie u. a. Dr. Barbara Buchberger vom Robert Koch-Institut (persönliche Referentin des Präsidenten Prof. Dr. Wieler), Frauke von Polier von SAP (COO People), Andreas Rickert von Phineo (Co-Founder/CEO) und Funk Programmgeschäftsführer, Florian Hager (ARD und ZDF).

„Aus unserer langjährigen Erfahrung mit der Kultur- und Kreativwirtschaft wissen wir, wie wichtig es ist, Angebote für eine ergebnisoffene Innovationsentwicklung zu machen“, beschreibt Julia Köhn, Projektleiterin des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes das Format des Innovation Camps. „Wir schaffen eine Arbeitsatmosphäre, die es den Teilnehmer*innen ermöglicht, in interdisziplinären Teams zu experimentieren und sich von den neuen Impulsen der anderen Beteiligten und Mentor*innen inspirieren zu lassen.“

300 Expert*innen aus Wirtschaft, Kultur, Verwaltung, Bildung und Forschung nahmen aktiv an der Veranstaltung teil. Deutschlandweit verfolgten mehr als 3.500 Menschen das Innnovation Camp online, ließen sich von den Ideen der Teilnehmenden inspirieren und stimmten anschließend für die drei besten Projekte ab.

Drei Publikumspreise für die besten Ideen

Am Samstagabend hatte eine Jury bestehend aus den Expert*innen der Themenwelten gemeinsam mit Partner*innen des Creative Labs COVID-19 die zehn herausragendsten Ideen ausgewählt, die sich im Finale um drei Publikumspreise für die beste Idee, die beste Präsentation und die Idee mit dem größten gesellschaftlichen Impact bewarben (Finalist*innen). Die Teams LearnTwin und Challenger aus der Zukunftswelt "Lernen" sowie das Team von Tribes aus der Zukunftswelt „Gesundheit“ haben das Publikum am meisten überzeugt.

„Die Vielfalt der Präsentationen ist enorm und es war nicht einfach sich auf zehn Projekte zu einigen, die als Finalist*innen am Sonntag ihre Ideen der Öffentlichkeit präsentieren durften“, erläutert Till Hasbach, der das Creative Lab Covid-19 des Kompetenzzentrums koordiniert. „Ich freue mich, dass wir mit den Gewinner*innen der Publikumspreise den Creative Impact eines solchen Innovation Camps zeigen können. Unter der Einbindung neuster Technologien bieten die Ideen kreative Antworten für die Lösung relevanter gesellschaftlicher Probleme unserer Zeit.“ Die Projekte geben zukunftsweisende Antworten auf Herausforderungen wie Fachkräftemangel oder ländliche Räume und setzen sich mit veränderten Voraussetzungen für die Bereiche Bildung, Medien, Gesundheit, Arbeitswelt und Kultur auseinander.

Bis zum 30.8.2020 können sich alle Teilnehmer*innen des Camps (unabhängig, ob sie unter den Finalist*innen waren oder nicht) mit ihren Ideen für eine Umsetzungsunterstützung, bestehend aus Experimentiermitteln in Höhe von ca. 10.000 Euro sowie einem begleitenden Mentoring, bewerben. Die Unterstützung findet im Rahmen des Creative Lab Covid-19 des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes statt. Im Vordergrund steht dabei die Fortführung des Prozesses der ergebnisoffenen Ideenentwicklung (Risky Projects) bis zur möglichen Realisierung. Die drei Gewinner*innenteams des Sprungkraft Innovation Camps überspringen durch den Gewinn des Publikumsvotings die nächste Auswahlrunde und erhalten direkt einen Platz für die finale Entscheidungsrunde, die aus einer Präsentation vor einer Fachjury bestehend aus den institutionellen Partner*innen des Creative Labs und dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes besteht.