Eine Alternative zu öffentlichen Auftritten von Musikern, Theaterdarbietungen, öffentlichen Lesungen u. ä. sind Videos oder Livestreamings im Internet. Für Videos und Livestreams gibt es mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen, die sich in Größe und Funktionsumfang unterscheiden.Voraussetzung bei den kostenlosen Anbietern ist jeweils ein Nutzerkonto. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit anbei einige Beispiele:

Facebook Live
Instagram Live
Periscope.tv
Twitch
YouTube Live
Zoom

Die Reichweiten über die jeweiligen Plattformen hängen nicht zuletzt von der Größe des jeweils bereits bestehenden und gepflegten Netzwerks ab. Zoom lässt in der kostenlosen Version bis zu 100 Teilnehmer zu.

Zur Auswahl des Anbieters / Tools

Klären Sie:
• Wie viele Menschen wollen Sie (ohne großen Kostenaufwand) erreichen?
• Wo sind Ihr Publikum und die Alterszielgruppe am ehesten zu finden?
• Welchen Anbieter würde Ihr Publikum akzeptieren?
• Soll es eine Feedback-Möglichkeit geben?
• Wie steht es bei in Frage kommenden Anbietern mit dem Datenschutz?

Geld verdienen
• Sowohl Livestreams als auch vorproduzierte Videos lassen sich mit Projekten auf Plattformen wie Buymeacoffee, Ko-fi oder Steadyhq verknüpfen, auf denen man Spenden für Produkte oder Dienstleistungen entgegennehmen kann. Über paypal.me können ebenfalls Zahlungen entgegengenommen werden.
• Es gibt auch Streaming-Plattformen mit integrierter Spenden- bzw. Zahlungsfunktion. Zu diesen gehören Twitch, Periscope und YouNow. Zahlungen erfolgen auf freiwilliger Basis.
• Darüber hinaus gibt es Plattformen, die den Zugang zu Videos und Streams erst nach Bezahlung ermöglichen.

Urheberrecht beachten
Bei Online-Veranstaltungen muss auch das Urheberrecht beachtet werden. Das gilt z. B. für die Einbindung von Musik oder Videos, Fotos etc.), Zum Thema Livestreaming hat die GEMA einige Hinweise zusammengestellt.
www.gema.de

Quellen: In Zusammenarbeit mit Landesmusikakademie und Musikland Niedersachsen gGmbH; eigene Umfrage bei Experten der Kultur- und Kreativwirtschaft

Streaming-Plattformen von Ländern, Kommunen, Verbänden usw.

Verschiedene Bundesländer wie Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Niedersachsen haben die Streamingangebote ihrer Kultureinrichtungen in Veranstaltungskalendern gebündelt. Darunter zu finden ist u.a. eine Reihe von engagierten Anbietern, die „virtuelle“ Auftrittsmöglichkeiten für Kreative geschaffen haben. Im Folgenden einige Beispiele:

Cologne Culture Stream
Regelmäßiges breites Programm an Bands, DJ-Sets, Literatur und Shows. Spenden sollen allen, die hieran gemeinsam arbeiten, zugute kommen.
https://culture-stream.cologne/

dringeblieben – Streaming-Plattform für Kunst und Kultur
Livestreams für Künstler/innen und Orte, von Theater, über Konzerte bis zu Party. Zuschauer/innen haben die Möglichkeit, über einen Chat mit den Künstlern zu kommunizieren und sie finanziell zu unterstützen.
https://dringeblieben.de/

UNITED WE STREAM
United We Stream zeigt in Partnerschaft mit ARTE Concert und radioeins die Bandbreite und Vielfalt der Berliner Clubszene. Neben der Live-Übertragung von DJ-Sets, Live-Musik und Performances gibt es hier auch Gesprächsrunden, Vorträge und Filme rund um clubkulturelle Themen. Alle Einnahmen der Streams fließen in einen Rettungsfond, mit dem notleidende Clubs unterstützt werden können.
https://unitedwestream.berlin/

Digitale Bühne
Sie soll für Ensembles, Chöre und Theater(gruppen) eine Möglichkeit bieten, im Internet zu proben und live auf einer digitalen Bühne gemeinsam vor Publikum zu auftreten. Hierbei handelt sich um ein Projekt des Hackathons der Bundesregierung vom 20 - 22. März 2020.
https:///devpost.comdevpost.com

Das Zuhause Zusammen Festival
Künstler/innen streamen live. Von zuhause für zuhause.
https://zuhause-festival.de