Studienangebote, die speziell auf die unternehmerische Seite in der Kultur- und Kreativwirtschaft abheben, gibt es im Ausland schon länger. Beispielsweise bieten die London Metropolitan University ("Creative and Cultural Industry"), die Goldsmiths University of London ("Cultural and Creative Entrepreneurship") oder die University of Nottingham ("Cultural Studies and Entrepreneurship") solche Studienmodelle an. In Deutschland sind derartige Ansätze noch rar.

 

Entrepreneurship Education

Viele Studiengänge rund um die Kultur- und Kreativwirtschaft führen in die berufliche Selbständigkeit. Für angehende Studierende ist daher bei der Auswahl ihrer Universität oder Hochschule nicht unwichtig zu wissen, welche zu ihren Studien- und Berufswünschen passt. Der Lehrstuhl für Geografie der Ludwig-Maximilians-Universität München ermittelt seit 2001 im zweijährigen Abstand die Qualität der Entrepreneurship Education (Zahl der Veranstaltungen zu Gründungsausbildung, Studiengang zur Gründungsthematik usw.). Dies geschieht im Rahmen des Universitäts-Rankings "Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen?".

  • Branchen: alle Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Weitere Informationen: Vom Studenten zum Unternehmer. Welche Universität bietet die besten Chancen. Ranking 2011


Leuphana-Universität Lüneburg

Gründungsqualifizierung an der Leuphana-Universität Lüneburg ist vor allem Sache der Leuphana Enterprise Academy. Sie bietet einführende Vorlesungen und vertiefende Seminare zu Entrepreneurial Skills (Gründungsmanagement), Ready Skills (z.B. Kommunikation, Ökonomik) sowie Business Functions (z.B. Human Resources, Marketing, Riskmanagement). Die Angebote der Leuphana Enterprise Academy stehen allen Studiengängen offen. Zudem gibt es im Rahmen einzelner Bachelor- und Masterstudiengänge Angebote zum Thema Existenz- und Unternehmensgründung (in der Vergangenheit z.B. in den Bereichen Musikproduktion, Theater, bildende Künste, Fotografie, Filmproduktion, Internetmedien, Kulturmanagement, interkulturelle Bildung.

  • Branchen: alle Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Weitere Informationen: www.leuphana.de


Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Die HBK Braunschweig hat seit einiger Zeit bereits eigene Professionalisierungs-Module in ihre verschiedenen Studiengänge eingebaut: zum Übergang in die vertiefenden fachwissenschaftlichen Master-Studiengänge oder in die anschließende Berufstätigkeit. Professionalisierungsangebote gliedern sich in die Teilmodule "Gesellschaft und Wirtschaft", "Unterschiedliche Wissenskulturen", "Handlungsorientierte Angebote" und "künstlerisch/gestalterische Praxis". Konkret geht es dabei u.a. um Marketing, Medien- und Urheberrecht, Kreativitätstechniken, Projektplanung, Ausstellungstechnik und -organisation, Gesprächstechniken und ausgewählten Moderations- und Präsentationstechniken oder auch den Erwerb von Handlungskompetenzen, Medienkompetenzen sowie die Entwicklung der Fähigkeit, konzeptuell zu denken. Die Teilnahme an solchen Qualifizierungen ist für Bachelor-Studierende verpflichtend. Sie können allerdings aus dem Gesamtangebot Module wählen.

  • Branchen: Kunstmarkt, Darstellende Künste, Designwirtschaft (Kommunikationsdesign, Industrial Design)
  • Weitere Informationen: www.hbk-bs.de

 

Popakademie Baden-Württemberg
University of Popular Music and Music Business

Staatliche Hochschuleinrichtung für Populäre Musik für die Studiengänge "Musikbusiness" und "Popmusikdesign", abgeschlossen wird mit dem Bachelor of Arts, und dem Studiengang "Music and Creative Industries M.A." abgeschlossen mit dem Master of Arts.

Die Abschlüsse sind die im Range einer künstlerischen Hochschule des Landes Baden-Württemberg.

In Planung ist darüber hinaus ein spezifisches Qualifizierungsangebot der Universität Hildesheim.