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Was ist eigentlich …: Design Thinking?
Länge: (1:22 Minuten)

Was ist eigentlich Design Thinking? Das haben wir Fried Große-Dunker gefragt. Er ist Mitglied des Teams von Dark Horse, einem Unternehmen aus Berlin, das Beratung und Weiterbildung zum Thema Design Thinking anbietet. 2010 wurde Dark Horse als Kultur- und Kreativpilot Deutschland ausgezeichnet.

Fried Große-Dunker

„Da gibt es zwei Sichtweisen darauf, würde ich sagen. Die offensichtliche ist, dass Design Thinking ein Innovationsprozess ist. Und dieser Prozess ist letztendlich ein sechsstufiger Prozess, der einem genau sagt, wie man zu neuen Lösungen, zu neuen Produkten, zu neuen Services kommt. Das ist so das Erste, was man sieht

Der zweite Aspekt, der bei Design Thinking so ein bisschen versteckt ist und für mich eigentlich der großartige Teil ist, ist, dass Design Thinking eine Kultur prägen kann, eine Innovationskultur. Das bedeutet kollaborativ arbeiten, iterativ arbeiten, nutzerzentriert arbeiten. Nutzerzentrierung ist mit eines der entscheidenden Merkmale von Design Thinking, nämlich nicht einfach ins Blaue neue Lösungen zu entwickeln, sondern sich erst einmal intensiv mit dem Problem von Nutzern auseinanderzusetzen, um dann zu überlegen, welche Lösung wäre denn für dieses Problem relevant. Wir fassen das immer gerne zusammen unter dem Stichwort: Kein Problem, kein Geld. Wenn ich in der heutigen Zeit keine Probleme löse für Nutzer, bin ich nicht mehr relevant für Nutzer, werde ich kein Geld verdienen.“