32 Kultur- und Kreativschaffende wurden am 12. November von Claudia Dörr-Voß, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet.

32 Kultur- und Kreativschaffende wurden am 12. November 2019 von Claudia Dörr-Voß, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet.

© BMWi/BILDKRAFTWERK

Das „Forum Kultur- und Kreativwirtschaft“ unter Leitung von Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, fand am 13. November 2019 in Berlin statt.

Bei diesem neuen Veranstaltungsformat trafen Spitzenvertreter der Kultur- und Kreativwirtschaft mit Unternehmern, Wissenschaftlern und Vertretern anderer Wirtschaftsbranchen und gesellschaftlicher Gruppen zusammen, um die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie ihren gesellschaftlichen Beitrag zu verdeutlichen. Die Sichtbarkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft als gewichtiger Kultur- und Wirtschaftsfaktor und zentraler Initiator von Innovationen sollte so weiter gestärkt branchenübergreifende Vernetzung unterstützt und Lösungen für die Förderung von kreativen Innovationen diskutiert werden. Ziel ist es, einen nachhaltigen überjährigen Dialogprozess anzustoßen.

Dr. Ulrich Nussbaum, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erklärte: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft steht für hohe Innovationskraft und wichtige gesellschaftliche Impulse, die von der Branche ausgehen. Zugleich ist sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - von wachsender Bedeutung, wie die Ergebnisse des jüngsten Monitoring-Berichts zeigen. Die Bruttowertschöpfung liegt mit 100,5 Milliarden Euro bei rund 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Kultur- und Kreativwirtschaft wirkt auch in andere Branchen und wichtige Zukunftsbereiche wie Mobilität, Gesundheit oder Nachhaltigkeit hinein. Sie stärkt die Innovations- und damit Anpassungsfähigkeit unserer gesamten Wirtschaft und Gesellschaft. Es ist wichtig, dass dieser Beitrag stärker als bisher anerkannt wird und wir gemeinsam - Politik und Gesellschaft - ein Umfeld schaffen, in dem kreative Innovationen gedeihen können.“

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, betonte: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist der treibende Motor für richtungsweisende Innovationen ‚Made in Germany‘. Ihre unkonventionellen Denkansätze und Arbeitsweisen bringen immer wieder frischen Wind auch in traditionelle Branchen und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Dabei unterstützen wir sie, indem wir sowohl für gute wirtschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen sorgen, als auch für eine verlässliche soziale Absicherung. Dafür steht in Deutschland seit Jahren die Künstlersozialversicherung. Und damit Kreative auch im digitalen Zeitalter gut von ihrer Arbeit leben können, kämpft die Bundesregierung weiterhin für europaweit einheitliche Urheberrechtsregelungen zum Schutz des geistigen Eigentums.“

Auf der Konferenz wurde auch der Monitoringbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft 2019 vorgestellt. Der Bericht zeigt auf, dass sich die Gesamtbranche erfreulich entwickelt: Die rund 256.000 Unternehmen der verschiedenen Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft mit fast 1,7 Millionen Erwerbstätigen, davon 938.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, erwirtschafteten 2018 einen Umsatz von 168 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzplus von 1,9 Prozent und rund 3,9 Prozent mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten als im Vorjahr.

Am Vorabend der Konferenz wurden 32 Gewinnerinnen und Gewinner im Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ von der Bundesregierung ausgezeichnet, die unter mehr als 800 Bewerberinnen Bewerbern ausgewählt wurden. Sie werden nun zwölf Monate lang durch Experten, Workshops und Mentoring in ihrer kreativen und wirtschaftlichen Entwicklung unterstützt.

Forum und Wettbewerb finden im Rahmen der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung“ statt. Die Initiative wurde 2007 ins Leben gerufen und wird gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Staatsministerin für Kultur und Medien getragen. Zentrales Ziel ist es, die Bedeutung der Branche stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, Vernetzung mit anderen Branchen zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Der Monitoringbericht erscheint jährlich und gibt Aufschluss über die Bedeutung, Situation und Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft innerhalb der Gesamtwirtschaft. Erarbeitet wurde der Bericht vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Die Kurzfassung des Monitoringberichts und weitere Informationen stehen auf der Internetseite der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung“ als Download zur Verfügung.